Wodurch entstehen Blutpickel?

Auf den ersten Blick sehen Blutpickel genauso aus wie Aknepickel. Im Gegensatz zum herkömmlichen Pickel ist bei einem Blutpickel jedoch unter der Erhebung deutlich Blut zu erkennen. Häufig entstehen Blutpickel an Hautstellen, die größerem Druck ausgesetzt sind. Mit den richtigen Maßnahmen besteht die Möglichkeit, Blutpickeln effektiv vorzubeugen.

Frau mit BlutpickelnSind Blutpickel gefährlich?

Ein Blutpickel ist im Grunde eine einfache Erhebung in der Haut. Während der Bereich rund um einen Pickel normalerweise gerötet ist, ist dies bei einem Blutpickel nicht der Fall. Stattdessen ist unter der Erhebung Blut zu erkennen. Der Blutpickel ähnelt einer Blutblase, die entsteht, wenn die betroffene Arterie durch Druck beim Einklemmen verletzt wird. Dabei kommt es zu Einblutungen in das umliegende Gewebe, während sich gleichzeitig unter der Haut eine Blase bildet. Eine Ursache für Blutpickel sind eingewachsene Körperhaare, die sich an Hautstellen befinden, die häufig großem Druck ausgesetzt sind.

Bei zu engen Kleidungsstücken erhöht sich das Risiko für Blutpickel. Es wird vermutet, dass Männer aufgrund ihrer festeren Körperbehaarung besonders häufig von Blutpickeln betroffen sind. Reibungen und Reizungen der Haut können dazu führen, dass sich die entsprechenden Hautstellen dunkel verfärben. Meist ist eine Entzündung des Haarbalgs dafür verantwortlich, dass kleine Pickel entstehen, deren Inneres wie Blut unter der Haut aussieht. Bei den winzigen Einblutungen unter der Haut kann es sich auch um sogenannte Petechien handelt. Diese stecknadelkopfgroßen Blutungen stammen aus den Kapillaren der Haut oder der Schleimhäute und weisen auf eine Störung bei der Blutstillung hin.

Manchmal treten dadurch auch kleine Blutpünktchen an den Knöcheln und Unterschenkeln auf. Wenn Blut ins umliegende Gewebe fließt, können vereinzelt Blutpickel auftreten. Wenn du an einem Blutpickel herumdrückst, wirst du feststellen, dass die Haut um den Pickel nicht wie üblich heller wird. Dies liegt daran, dass das Blut, das sich innerhalb des Pickels befindet, nicht abfließen kann.

Der Blutpickel ist ein besonderes Phänomen

Blutpickel sind ein besonderes Phänomen. Normalerweise ist die Bildung eines Pickels ein alltäglicher Vorgang. Pickel können jederzeit und an jeder Körperstelle entstehen. Die Hauptursache für Pickel aller Art sind verstopfte Talgdrüsen. Die Haut bildet Talg, um geschmeidig zu bleiben und die Hautoberfläche gegen Umwelteinflüsse zu schützen. Dabei kann es passieren, dass zu viel Talg gebildet wird, sodass die Öffnung der Talgdrüse verstopft und der vorhandene Talg dadurch nicht an die Hautoberfläche gelangt.

Wenn sich überschüssiger Talg unter der Haut ansammelt, entsteht daraus ein Pickel. Von Pickeln und Blutpickeln sind nicht nur Jugendliche in der Pubertät, sondern Frauen und Männer aller Altersstufen betroffen. Obwohl eine vermehrte Talgproduktion oft auf hormonelle Umstellungen des Körpers zurückzuführen ist, können Hautstörungen wie Pickel und Blutpickel auch andere Ursachen haben. Es besteht deshalb die Möglichkeit, dass auch Erwachsene mit Pickeln und Blutpickeln rechnen müssen.

Einige Faktoren spielen bei der Entstehung von Blutpickeln eine wichtige Rolle. Neben den Hormonen sind auch Ernährungsfehler, Stress sowie eine ungesunde Lebensweise wesentliche Risikofaktoren, die Blutpickel und andere Hautstörungen begünstigen können.

Frau mit Blutpickel und LupeBlutpickel können durch kleinste Verletzungen der Haut entstehen

Als größtes Organ des menschlichen Körpers muss deine Haut vielfältige Aufgaben erfüllen. Die Haut soll den Organismus vor Krankheitserregern schützen, die Körpertemperatur regulieren und gleichzeitig als Sinnesorgan dienen. Um ihre Funktionen zu bewältigen, ist die Haut mit sogenannten Hautanhangsgebilden wie Schweiß- und Talgdrüsen, Haaren und Nägeln ausgestattet. Allerdings sind vor allem die Talgdrüsen eine Art Eintrittspforte für krankheitserregende Keime.

Normalerweise wird die Haut durch einen "Säureschutzmantel" vor solchen Eindringlingen geschützt. Die natürliche Schutzbarriere kann jedoch durch kleinste Verletzungen etwa beim Rasieren sowie durch übertriebene oder falsche Hygiene gestört werden. Sobald Bakterien tiefer ins Gewebe eindringen oder die Talgdrüsen verstopfen und sich entzünden, können sich Hautunreinheiten, Pickel und Blutpickel bilden. Wenn die körpereigene Abwehr durch Stress, eine vitaminarme Ernährung oder Schlafmangel geschwächt ist, haben es Bakterien leichter, in den Körper einzudringen.

Störungen der natürlichen Hautbarriere führen oft zu Hauterkrankungen wie Neurodermitis und Schuppenflechte oder tragen dazu bei, dass sich Pickel und Blutpickel bilden. Auch Hormonschwankungen oder eine ungeeignete Hautpflege können das Risiko für Blutpickel erhöhen. Tief sitzende Entzündungen sind häufig sehr schmerzhaft und langwierig. Deshalb sind Blutpickel kein rein kosmetisches Problem. Zwar sind unbehandelte Blutpickel nicht gefährlich, dennoch können Hautprobleme das Selbstwertgefühl beeinträchtigen.

Das sind die größten Risikofaktoren für Blutpickel

Da die Haut das sichtbarste Organ des Körpers ist, solltest du etwas gegen Blutpickel unternehmen. Es ist bewiesen, dass Alkohol die Talgproduktion erhöhen kann und somit zu den wichtigsten Risikofaktoren für Blutpickel zählt. Darüber hinaus kann auch Stress die körpereigenen Botenstoffe so beeinflussen, sodass mehr Talg gebildet wird. Wenn die Talgdrüsen überfordert sind und verstopfen, können Blutpickel entstehen. Um Pickelprobleme zu vermeiden, solltest du deine Haut nur mit milden, parfümfreien Seifen oder Waschlotionen reinigen. Hautfreundliche Pflegemittel greifen die Haut nicht an und sind meist pH-neutral.

Achte darauf, deine Haut nicht zu oft zu waschen, da zu häufiges Waschen den Säureschutzmantel zerstört und das Risiko für Blutpickel und andere Hautprobleme erhöht. Mit einem Körperpeeling, das du einmal wöchentlich anwendest, sorgst du dafür, dass die Poren gründlich gereinigt und von Schmutzresten und abgestorbenen Hautpartikeln befreit werden. Dadurch kann sich kein Talg mehr ansammeln. Bei deiner Pflegeroutine solltest du darauf achten, jeweils unterschiedliche Handtücher für das Gesicht und die Hände zu verwenden und Duschhandtücher nicht zum Abtrocknen des Gesichts zu benutzen. Ob die Ernährung einen Einfluss auf die Bildung von Blutpickeln hat, ist bislang nicht bewiesen.

Dennoch ist eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung vorteilhaft für die Haut und die allgemeine Gesundheit. Oft werden stark gesüßte Lebensmittel wie Schokolade, Kuchen und andere Süßigkeiten mit Hautunreinheiten und Pickeln in Verbindung gebracht. Es empfiehlt sich deshalb, darauf zu achten, wie die Haut auf Süßwaren reagiert und falls notwendig, die entsprechenden Nahrungsmittel zu meiden.

Frau verzweifelt mit BlutpickelWas hilft gegen Blutpickel?

Die Entstehung von Blutpickeln lässt sich meist nicht verhindern, da auch Faktoren, die du nicht beeinflussen kannst, bei der Pickelbildung eine Rolle spielen. Dennoch kannst du einiges tun, um Blutpickel und andere Hautprobleme zu vermeiden. Wenn trotz aller Vorbeugungsmaßnahmen ein Blutpickel entsteht, dessen Ursache du nicht kennst, solltest du einen Hautarzt aufsuchen. Durch dermatologische Untersuchungen kann geprüft werden, ob es sich um einen Blutpickel, eine Blutblase oder um ein anderes Hautproblem handelt.

Bei einem Blutpickel ist meist ein wenig Geduld notwendig, da es einige Zeit dauern kann, bis das Blut wieder abtransportiert wird. Du solltest jedoch auf keinen Fall versuchen, an einem Blutpickel herumzudrücken oder diesen zu entfernen. Eine unprofessionelle Pickelbehandlung ist nicht nur schmerzhaft, sondern kann auch eine Infektion auslösen. Abhängig davon, wo sich der Blutpickel befindet, ist es sinnvoller, ein Pflaster auf den Pickel zu kleben, damit dieser vor weiterem Druck geschützt ist. Häufig sind eingewachsene Haare die Ursache für die Entstehung von Blutpickeln. Eingewachsene Körperhaare kannst du meist durch eine Bürstenmassage lösen. Durch sanftes Massieren der betroffenen Hautstelle mit einer Bürste kann die obere Hautschicht abgetragen werden, sodass sich das Haar wieder ganz normal aufstellt.

Bei mehreren Blutpickeln oder Pickeln, die nur langsam abheilen, ist es sinnvoll, vorübergehend auf eine Körperrasur und auf zu enge Kleidung zu verzichten. Bei Blutpickeln und entzündeten Hautstellen können möglicherweise auch Hausmittel helfen. So kann ein Dampfbad mit Zusatz den Heilungsprozess fördern. Ein Dampfbad öffnet die Poren, sodass sich der Talg löst. Verwende einen natürlichen Kräuterzusatz wie Minze, Melisse, Kamille oder Salbei, um die Haut zu beruhigen. Bei entzündlichen Hautunreinheiten erweist sich Kamille als wahre Wunderwaffe. Kamille kann als Extrakt auch punktuell auf entzündete Pickel aufgetragen werden, um die Wundheilung zu fördern.

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